Mia Morgan

"Gruftpop" hieß ihre erste EP, die Anfang Juli 2019 erschien und bereits damals für Aufmerksamkeit sorgte. "Waveboy" avancierte bei vielen zum heimlichen Lieblingslied und das Video zu "Es geht dir gut" entfachte eine neue Welle der Tumblr-Nostalgie – schwer zu sagen, ob Mia Morgan den Nerv der Zeit gut trifft oder es einfach selbst ist.

Auf Albumlänge zeigt sich Mia Morgan jetzt mit weniger Gruft, dafür mit mehr Pop, der sich freimütig an allen Genres bedient und überhaupt mehr von allem bietet. Mehr Höhen, mehr Tiefen, mehr Rohheit, mehr Äußerlichkeiten, mehr Innerlichkeiten, mehr Haut, mehr Fleisch. "Fleisch", das sind schreckliche Geschichten schön erzählt - Zombies im Süßigkeitenladen und blutverschmierte Prom-Queens im Folterkeller. Die Texte zielen da hin, wo es wehtut und Morgan schont sich selbst am wenigsten in der öffentlichen Selbstoffenbarung. Ihre Sprache ist dabei stets feministisch, sexpositiv, ermächtigend und Beispiel einer neuen Generation politischer Musiker:innen, für die Pop mit Haltung kein Flex, sondern Selbstverständlichkeit ist.

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Mia Morgan im Review

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18.06.2022

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